Krisen-Fest?! Statements von Mitgliedern der DGVM für 2009
"Durch die anhaltende Dynamik und viele spannende Projekte gehen wir mit großer Motivation, viel Zuversicht und Vorfreude in das neue Jahr" - was bei Michael Steinmetz, Geschäftsführer der Deutschen Aktuarvereinigung e.V., so gar nicht nach Krise klingt, darf als Tenor der aktuellen Umfrage unter den Mitgliedern der DGVM stehen bleiben. Trotz Finanzkrise und teilweise schwierigen finanziellen Situationen einzelner Branchen und in den Arbeitsfeldern von Verbänden sieht sich die Mehrheit der Verbände für 2009 gut gewappnet. Das ergab eine Kurzumfrage des Verbändereport unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM).
Zwar treibt ein Großteil aller befragten Geschäftsführer die Sorge um, die Finanzkrise wüchse sich zur Konjunktur dämpfenden Wirtschaftskrise aus, doch sehen sie ihre Verbände durchweg gut aufgestellt: "Als zertifizierter Verband haben wir rechtzeitig Vorkehrungen getroffen", zeigt Rechtsanwalt Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Unternehmerverbände Südhessen die Chance auf. Denn gleichzeitig steigt die Nachfrage der Mitglieder nach qualifizierten Beratungs-, Schulungs- und vor allem Netzwerkleistungen. "Es geht um professionellen Service, es geht noch mehr um tatkräftiges Mitfühlen. In der Krise kann man treue Freunde gewinnen", so Dr. Christoph Münzer vom Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen in Baden e.V..
"Die an Verbände gerichteten Ansprüche werden vielschichtiger und generell zunehmen", sieht Jan Peilnsteiner, Geschäftsführer des VDKL - Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e.V. in Bonn die Herausforderung in 2009. Dazu gehöre nach Ansicht vor allem der Interessenverbände auch die geschickte und wirksame Vertretung politischer Interessen. Gerade in diesem Superwahljahr werden politische Aktivitäten verstärkt und das Leistungsportfolio des Verbandes komplettiert.
Ein Großteil der befragten Verbände sieht in der Krise die Chance zum Ausbau der Beziehung zum Mitglied, zur Stärkung der emotionalen Bindung und schließlich die Möglichkeit, Aktivitäten auf den Prüfstand zu stellen und zum Wohle des Mitglieds neu auszurichten. "Die Aufmerksamkeit des Verbandsmanagers auf diesen Aspekt seines Handels muss zunehmen und wir sollten uns im interverbandlichen Austausch verstärkt um Impulse bemühen", fasst der ehemalige Geschäftsführer des Kommunikationsverbandes GWA, Dr. Henning von Vieregge, zusammen.
(aus: Verbändereport, Ausgabe 1/2009)
Wir veröffentlichen hier alle abgegebenen Statements:
Ralf Sanner, Generalsekretär, Automobil-Club Verkehr Bundesrepublik Deutschland (ACV)
"Unsere Erwartungen für den ACV Automobil-Club Verkehr sind trotz Finanzkrise weiterhin sehr positiv. Als günstigster Anbieter unter den Automobilclubs im Verhältnis Preis und Leistungsumfang können wir sogar davon profitieren, wenn die Verbraucher noch mehr auf Ihr Geld schauen müssen. Wir sind in den letzten 2 Jahren jeweils um über 20 Prozent gewachsen und erwarten dies auch für das Wahljahr. Neben den organisatorischen Anpassungen ist es eine Herausforderung, die Interessen der Mitglieder auch in Zeiten von Umwelt- und Klimaschutz in Sachen bezahlbarer Mobilität zu vertreten."
Volker Tschirch, Vorstandssprecher, AGA Unternehmensverband Großhandel - Außenhandel - Dienstleistung e. V.
"Der Boom ist vorbei, dennoch wird das Jahr 2009 besser als sein Ruf. Gerade angesichts der Finanzmarktkrise und der konjunkturellen Abkühlung werden die juristischen Berater im AGA von unseren Mitgliedern stärker gefordert. Nach dem Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre rechnen wir mit einem leichten Rückgang, damit steigen Beratungs- und Prozesstermine. Weniger Beschäftigte in unseren Mitgliedsunternehmen führen zu niedrigeren Beitragseinnahmen. Dies werden wir durch eine verstärkte Neumitgliederwerbung abfedern. Unsere Betriebswirte legen einen Beratungs-Schwerpunkt auf Finanzen und Controlling, beispielsweise zeigen sie Alternativen zum klassischen Bankkredit auf. Gemeinsam mit anderen Fach- und Spitzenverbänden wird das 32köpfige Mitarbeiterteam des AGA daran arbeiten, dass bei neuen Gesetzen und Verordnungen Vernunft waltet. Regelungen müssen praktikabel sein, wir fordern mehr Augenmaß. Für Wirtschaft und Politik gilt: Wir brauchen Mut und Zuversicht, dann gelingt 2009!"
Jürgen Funk, Leiter Verbandskommunikation, HessenChemie Arbeitgeberverband Chemie und verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
"Für 2009 erwarten wir ein weiteres Wachstum. Hierzu wurde ein Konzept zur Mitgliederbindung und Neukundenansprache entwickelt. Das Dienstleistungsangebot wir im Rahmen unserer Verbandsstrategie weiterentwickelt.
Eine besondere Herausforderung für uns ist die Umsetzung des Tarifvertrags "Lebensarbeitszeit und Demografie", den die Sozialpartner chemischen Industrie 2008 als erste Branche abgeschlossen hat.
In Krisenzeiten haben unsere Mitgliedsunternehmen einen besonders hohen Beratungsbedarf. Dafür fühlen wir uns gut aufgestellt, weil wir über ein hervorragendes Expertenteam verfügen, das derzeit noch weiter wächst. Hinzukommt, dass Haupt- und Nebenamt Hand in Hand arbeiten."
Franz J. Grömping, Geschäftsführer, Arbeitgebervereinigung für Unternehmen aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e.V. (AGEV)
"Die AGEV ist für 2009 verhalten optimistisch. ,Grüne' Informations- und Kommunikationstechnik hat eine viel versprechende ökonomische Zukunft in kleinen und mittelständischen Betrieben. Die Finanz- und Wirtschaftskrise gibt uns die Chance, sich auf auf nachhaltiges Wirtschaften zu besinnen, Umsatz- und Gewinnziele zu überdenken und in Bildung zu investieren, anstatt noch mehr zu konsumieren."
Dr. Peter Neven, Geschäftsführer, AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
"Wir erwarten, dass unsere Mitglieder angesichts der verschlechterten Wirtschaftslage stärker Beratung und Informationen nachfragen, um ihre Messeentscheidungen besser absichern zu können. Darauf haben wir uns bereits in den letzten Jahren eingestellt durch einen konsequenten Ausbau unseres Dienstleistungsangebots. Ergänzend wollen wir in Abstimmung mit unseren Mitgliedern die Seminarangebote für Aussteller stärker koordinieren, damit die Messeteilnahmen in Deutschland noch besser vorbereitet und effizienter werden. Dem Wahljahr 2009 sehen wir recht gelassen entgegen, da die potenziellen Regierungsparteien unsere zentralen Lobbythemen - Exportförderung und Unterstützung innovativer Firmen - ebenfalls auf der Agenda haben."
Dr. Elmar Witten, Geschäftsführer, AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe
"Gerade Verbände, deren Mitglieder unmittelbar von der Wirtschaftskrise betroffen sind - zum Beispiel als Zuliefererindustrie-Unternehmen - stehen in 2009 vor großen Herausforderungen. Die (einzigartige) Netzwerkarbeit, die ein Verband gerade jetzt bieten kann, ist aber auch eine große Chance. Die AVK hat konsequent bereits im letzten Jahr Ihr Dienstleistungsportfolio professionalisiert und ausgebaut und hat die besten Voraussetzungen, die Zielsetzung des weiteren Ausbaus der Mitgliederbasis zu erreichen. Insbesondere dem strategischen Kooperationsmanagement, sowohl des Verbandes als auch der Mitglieder, wird dabei eine besondere Rolle zukommen."
Dr. Katharina Höhn, Hauptgeschäftsführerin, Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V.
"Unser Bildungsverband wird im Jahr 2009 sein 60. Jubiläum feiern. Unsere Herausforderung: die nächsten 60 Jahre für die Bildung in unserer Branche zu gestalten. Dazu wurde ein neues Leitbild entwickelt, das bundesweit zu transportieren und zum Leben zu erwecken ist. Wenngleich in der Finanzbranche verankert, erwartet unser Verband keine negativen Auswirkungen der Finanzkrise - ganz im Gegenteil: das Thema Bildung gewinnt immer mehr an Bedeutung, gerade vor dem Hintergrund dieser Krise; auch das Wahljahr wird keinen Einfluss auf unsere Arbeit haben. Der Verband ist für seine Aufgaben bestens gerüstet!"
Heike Fricke, Vorstand, Bund der Versicherten e. V.
"Als Deutschlands größte Verbraucherschutzorganisation für Versicherte übt der Bund der Versicherten (BdV) ein Wächteramt für seine mehr als 50.000 Mitglieder aus. Durch hohe Reputation und vielfältige Kontakte in die Bundeshauptstadt hat sein Wort Gewicht. Mit Stellungnahmen im Auftrag der Bundesministerien wirkt der BdV zudem an Gesetzgebungsverfahren mit. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat den BdV Ende 2008 als einzige Verbraucherorganisation zu einer fachlichen Stellungnahme in einem wichtigen Verfahren zur privaten Krankenversicherung aufgefordert. Das Urteil wird in diesem Jahr erwartet; die Gesundheitsreform bleibt für den BdV ein Arbeitsschwerpunkt. Im Wahljahr 2009 wird der Bund der Versicherten zudem ganz genau hinschauen, was die Parteien zum Thema private Versicherungen in ihre Programme geschrieben haben und was die Wahlsieger später daraus machen."
Hans Hesse, Geschäftsführer, Bundesverband der Gipsindustrie e.V., Darmstadt
"Wir erwarten keine Veränderung bei der Anzahl unserer Mitglieder, wobei allerdings der Etat 2009 ganz sicher einer etwas genaueren Prüfung unterzogen werden wird als in den Vorjahren. Das Superwahljahr 2009 bedeutet Stagnation in der Politik und wenig entscheidgungsfreudiges Handeln auf nahezu allen politischen Ebenen. Generell erhoffen wir uns etwas mehr Einfluss der Wirtschaft auf die Politik mit der Wahl des neuen BDI-Präsidenten Keitel. Unser Verband ist organisatorisch gut gerüstet, die kommenden Aufgaben zu bewältigen, auch im europäischen Kontext."
Werner Koch, Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e.V. (BOGK)
"Seit dem 01.01.2008 unterhalten wir außer unser Büro in Bonn auch ein Büro in Brüssel. Seit Mitte des letzten Jahres haben wir dort unsere Arbeiten aufgenommen und wollen uns in diesem Jahr dort weiter positionieren. Hierzu haben wir am 01.04.2009 gemeinsam mit der Landesvertretung Baden-Württemberg u.a. einen Parlamentarischen Abend geplant. Zu den Neuwahlen - sowohl auf europäischer als auch auf bundesdeutscher Ebene - werden wir jeweils ein entsprechendes BOGK-Positionspapier vorlegen, in denen wir die Anliegen, Forderungen und Wünsche unserer Industrie an die neu gewählten Parlamentarier zum Ausdruck bringen werden. Insofern sehen wir uns für das kommende Jahr gut aufgestellt und entsprechend gerüstet. Inwieweit die Finanzkrise sich in unserer Branche bemerkbar macht bzw. machen wird, verweisen wir auf den LZ-Bericht unseres Vorsitzenden vom 21.11.2008, den wir Ihnen mit separater E-Mail übersenden werden."
Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)
"Die Finanz- und Bankenkrise und der weltweite konjunkture Abschwung hat bislang - abgesehen von Auswirkungen im Außenhandel - eher geringe Auswirkungen auf die pharmazeutische Industrie insgesamt. Der Gesundheitsmarkt zeigt sich relativ konjunkturunabhängig. Chronische Erkrankungen und der Versorgungsbedarf einer zunehmend alternden Bevölkerung entwickeln sich langfristig. Dennoch sehen wir die Gefahr, dass sich eine sinkende Konsumbereitschaft bzw. abnehmende Kaufkraft der Bevölkerung z. B. aufgrund einer Zunahme der Arbeitslosigkeit, einerseits auf den Bereich der Selbstmedikation negativ auswirken könnte. Andererseits führt eine steigende Arbeitslosigkeit aufgrund der Kopplung der GKV-Beiträge an die Löhne zu sinkenden GKV-Einnahmen und damit erhöhten Sparbemühungen. Auch kleine Unternehmen z.B. Start-up der Biotech-Branche könnten mit ihren Projekten in finanzielle Schwierigkeiten geraten, wenn die Zurückhaltung des Kapitalmarkts bei der Kreditvergabe anhält."
Dr. Ulrich Lotz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Bundesverband Deutsche Beton- und Fertigteilindustrie e.V. (BDB)
"Unser Verband steht vor einem organisatorischen Neubeginn für 2009. Wir eröffnen unser Hauptstadtbüro in Berlin und strukturieren den Bundesverband weiter zu einem direkteren Dienstleister für die Branchenunternehmen der Beton- und Fertigteilindustrie um. Die Bauwirtschaft ist von der wirtschaftlichen Zurückhaltung seitens professioneller Investoren und privater Eigenheiminteressenten massiv betroffen. Im Wahljahr 2009 wollen wir deshalb unsere Forderungen zur Stärkung unserer vorwiegend mittelständischen Mitglieder mit besonderem Nachdruck voranbringen, dort, wo die Entscheider sind."
Eugen Pink, Geschäftsführer, Bundesverband Deutscher Postdienstleister e. V. (BvDP)
"Der Bundesverband Deutscher Postdienstleister erwartet trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa eine gleichbleibend hohe Bedeutung der schriftlichen Kommunikation zwischen Unternehmen, öffentlicher Verwaltung und den Bürgern. Hohe Qualität der Dienstleistungen wird zunehmend wichtiger in der strategischen Differenzierung der Unternehmen. Komplettanbieter dehnen die Wertschöpfungsketten aus und werden mehr und mehr zu Kommunikationspartnern für ihre global agierenden Kunden. Der BvDP unterstützt seine Mitgliedsunternehmen auch im Wahljahr 2009 durch politische Mitgestaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und umfangreiche Netzwerkaktivitäten."
Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer, Caravaning Industrie Verband CIVD
"Als Konsequenz der Finanzkrise ist auch in der Caravaningbranche zu beobachten, dass sowohl die Kredite für den Handel wie auch für die Verbraucher deutlich kritischer vergeben werden. Beides führt zu geringeren Aufträgen bei Herstellern, die ihrerseits wiederum die Produktion drosseln. Vor diesem Hintergrund werden die dem CIVD zur Verfügung stehenden Mittel deutlich geringer ausfallen. Wir haben darauf bereits mit der Einleitung eines entsprechenden Sparprogrammes reagiert. Eine besondere Herausforderung wird daher im kommenden Jahr sein auch mit diesen reduzierten Mittel den Mitgliedern die gewohnte Servicequalität zu bieten und den Umfang der Leistungen in den Bereichen Statistik und Marketing noch weiter zu erhöhen. Insbesondere muss es uns gelingen den Mitgliedern trotz schwieriger Rahmenbedingungen die enorme Relevanz der international führenden Branchenmesse CARAVAN SALON für ihre Image- und Vertriebsanstrengungen zu deutlich zu machen und so die Position des CARAVAN SALON in der internationalen Messelandschaft zu sichern. Wir sehen uns für die vor uns liegenden Aufgaben gut gerüstet, da wir rechtzeitig eine stabile und krisenfeste Struktur geschaffen haben."
Msgr. Wolfgang Tripp, Diözesancaritasdirektor, Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.
"Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche sind wir in besonderer Weise mit den Menschen verbunden, die sich in einer existentiellen Notlage befinden. Die Verbesserung der unzureichenden finanziellen Grundsicherung, z. B. Hartz IV, ist ein sozialpolitsicher Schwerpunkt unserer Verbandsarbeit. Für die Mitglieder unseres Verbandes, große sozialwirtschaftliche Unternehmen und KMU's sozialer Dienstleistungen, verschärft sich die finanzielle und wettbewerbliche Situation im Spannungsfeld von Lohnpolitik, den nicht mehr kostendeckenden Leistungsentgelten der Kostenträger (z. B. Pflegekassen, Kommunen, oder Krankenkassen) und den Qualitätsanforderungen. Um die Herausforderungen zu bewältigen und Lösungsansätze zu generieren, haben wir effiziente Kommunikationsstrukturen und -formen mit unseren Mitgliedern aufgebaut und führen Schritt für Schritt solide Strategieentwicklung auf allen verbandlichen Ebenen ein. Dies trägt zur Profilierung des Verbandes bei und stärkt die Marke Caritas."
Dr. Andreas Paffhausen, Hauptgeschäftsführer, Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH)
"In wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen Rat und Hilfestellung jedweder Art. Daher werden wir unseren Service entsprechend ausrichten und über unsere Landesverbände verstärkt die Nähe zu unseren Mitgliedern suchen. Die Marktbearbeitung durch persönlichen Verkauf, der Bereich also, in dem unsere Mitgliedsbetriebe bekanntlich tätig sind, wird auch oder gerade in einer Rezession der maßgebliche Erfolgsfaktor der Industrie bleiben. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass sich zwar der strukturell bedingte Mitgliederschwund fortsetzen wird, sich durch die Auswirkungen der Finanzkrise aber nicht zusätzlich erhöht. Im Wahljahr werden wir unsere Aufgabe als Informant für unsere Mitglieder wie gehabt wahrnehmen."
Julia Gliszewska, Deutsche Kinderhilfe e.V.
"Die Deutsche Kinderhilfe geht ins 10. Jahr. Deutschland - und gerade die Politik - braucht eine unabhängige Stimme für Kinder. Denn bei aller Wichtigkeit von Projektarbeit schaffen wir den Wandel zu einer kinderfreundlichen Gesellschaft nur durch einen Mentalitätswechsel in diesem Land. Dies erfordert in erster Linie die Information der Bevölkerung und den Druck auf die politischen Entscheidungsträger.
Wahlkampf bedeutet in der Regel einen Stillstand in den politischen Entscheidungsprozessen. Wir werden einen besonderen Schwerpunkt auf die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit legen, damit die Interessen der Kinder in Deutschland nicht zu kurz kommen.
Die aktuelle Finanzkrise ist für uns eine große Chance, da potenzielle Sponsoren nun noch genauer bei der Auswahl der Projekte, die sie fördern, vorgehen. Da unser Konzept auf einer optimalen und professionellen Zusammenarbeit mit unseren Spendern und Sponsoren zum Wohle der Kinder beruht, sind wir der Ansicht, dass wir viele Partner von den Vorteilen einer Kooperation mit der Deutschen Kinderhilfe überzeugen werden.
Als unabhängige Lobby für Kinder werden wir kritische Probleme öffentlich thematisieren und die Politik zu einer klaren Stellungnahme auffordern.
Besonders im Wahlkampf dürfen sich die Wähler nicht durch Scheindebatten, wie "Kinderrechte in die Verfassung" trüben lassen, sie müssen erkennen können, wer wirklich gute Politik für Kinder macht.
Die Deutsche Kinderhilfe blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, was die zahlreiche Medienresonanz in 2008 bestätigt. Im Vergleich zum Vorjahr berichteten noch mehr TV-Sender in insgesamt 91 Beiträgen über unsere Arbeit. Neben den Print- und Onlinemedien haben uns auch die Nachrichtenagenturen, insbesondere dpa und ddp, mit insgesamt 181 Berichten noch deutlicher als die Stimme für Kinder in Deutschland wahrgenommen. Dies zeigt uns, dass die anlässlich unseres letzten Neujahrsempfangs vorgestellte Neuausrichtung der Deutschen Kinderhilfe sowie die schlanke und professionelle Struktur des Vereins erfolgreich sind. "
Michael Steinmetz, Deutschen Aktuarvereinigung e.V.
"Für 2009 erwarten wir eine Fortsetzung des kräftigen Mitgliederwachstums der letzten Jahre, bereits im Frühjahr werden wir das dreitausendste persönliche Mitglied in die Vereinigung aufnehmen können. Fast 1.500 weitere junge Versicherungs- und Finanzmathematiker befinden sich zurzeit noch in der vereinsinternen Ausbildung zum "Aktuar DAV", auch in diesem Jahr werden voraussichtlich wieder 300 Neueinsteiger hinzukommen. Mit Spannung sehen wir den Ergebnissen der zweiten Mitgliederbefragung sowie der anschließenden Konzeption und Umsetzung der hieraus abgeleiteten Aktivitäten entgegen. In Folge der Banken- und Investmentkrise wird es in der externen Kommunikation und der politischen Arbeit der DAV weiter darum gehen, die Kompetenz der Aktuare als bewährte Risikomanager und "Sicherheitsingenieure" im Bereich Versicherung und Altersvorsorge herauszustellen und die konsequente Nutzung ihrer Expertise in den anderen Feldern der Finanzwirtschaft einzufordern. Ein besonderer Höhepunkt des Jahres wird die Ausrichtung einer fünftägigen internationalen Fachtagung zu aktuellen Entwicklungen in der Lebensversicherung und der Finanzwirtschaft in München sein, zu der wir über 500 Teilnehmer aus aller Welt erwarten. Derzeit läuft auch unsere Bewerbung um den alle 4 Jahre stattfindenden Weltkongress der Aktuare für das Jahr 2018, die Chancen stehen hier sehr gut. Durch die anhaltende Dynamik und viele spannende Projekte gehen wir mit großer Motivation, viel Zuversicht und Vorfreude in das neue Jahr."
Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer, Deutscher Brauer-Bund e.V.
"Das Jahr 2009 wird für die Brauwirtschaft von immenser Bedeutung sein vor dem Hintergrund
- der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Konsum,
- der strukturellen Veränderung der Brauwirtschaft auch in Ansehung der Globalisierung,
- der durch Verbotsforderungen geprägten alkoholpolitischen Diskussion.
Der DBB ist als branchenspezifische Interessenvertretung damit direkt konfrontiert.
Die vorrangigste Aufgabe liegt in der Abwehr von Restriktionen, die seitens der Drogenbeauftragten und des Drogen- und Suchtrats gefordert werden wie Steuererhöhungen, Abgabebeschränkungen und Werbeverbote. Daneben geht es um die Bekämpfung der Überregulierung und der Verbotskultur auf allen Feldern des wirtschaftlichen Handelns.
Wie bei zurückliegenden Wahlen werden wir erneut branchenspezifische "Wahlprüfsteine" an die Kandidaten und Parteien versenden, um unsere Anliegen möglichst frühzeitig zu artikulieren und mit der Politik in einen Dialog einzutreten."
Thomas Dreesen, Vorstand, Deutscher Fachjournalisten-Verband AG (DFJV)
"Wir rechnen auch im Jahr 2009 mit stabilem Mitgliederwachstum. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Medien machen uns allerdings Sorgen. Wir haben daher unser Beratungsangebot ausgeweitet, damit wir unseren Mitgliedern auch im Fall der Freistellung bzw. Arbeitslosigkeit noch besser zur Seite stehen können."
Torben L. Brodersen, Geschäftsführer, Deutscher Franchise-Verband e.V.
"Kundenbindung ist unsere oberste Priorität. Das Mitglied als Kunde wird 2009 noch mehr Leistungen vom DFV erhalten. Dadurch steigern wir auch unsere Attraktivität gegenüber Unternehmen, die den Vorteil einer Verbandsmitgliedschaft bisher noch nicht gesehen haben. Für uns bedeutet das: Stärkung der Präsenz vor Ort und in den Medien, weiterer Ausbau unseres Qualitätsmanagements sowie die Forcierung der Aus- und Weiterbildung von Franchise-Gebern. Wir müssen immer besser werden; dann werden Unternehmen auch erkennen, dass eine Verbandsmitgliedschaft trotz (oder gerade wegen) der schwierigen wirtschaftlichen Lage essenziell ist."
Dr. Andreas Brügger, Geschäftsführer, Deutscher Fruchthandelsverband e.V. (DFHV)
"Das Jahr 2009 wird nach Ansicht des DFHV im Zeichen der 3 F-Krise (food, fuel, finance) stehen. Die im weltweiten Nahrungsmittelhandel tätigen Mitgliedsunternehmen werden in mehrfacher Hinsicht betroffen sein und die Unterstützung durch den Verband wird immer wichtiger. Gerade in diesem Wahljahr 2009 bietet die politische Lobbyarbeit große Chancen, die notwendigen Rahmenbedingungen in Berlin und Brüssel einzufordern, damit die mittelständischen Unternehmen die anstehenden Krisen bewältigen können."
Dr. Franz-Georg Rips, Präsident, Deutscher Mieterbund e. V.
"Für den Deutschen Mieterbund wird es keine unmittelbaren Auswirkungen der Finanzkrise geben. Allerdings werden erfahrungsgemäß Mitgliedschaften und die davon ausgehenden Beitragsverpflichtungen dann zur Überprüfung gestellt, wenn das private verfügbare Einkommen, beispielsweise durch Eintritt von Arbeitslosigkeit, sich deutlich reduziert. Eine zweite Folge der Finanzkrise wird darin bestehen, dass vor allem die verkauften Wohnungsunternehmen mit Eigentümerschaft anglo-amerikanischen Kapitals sich verstärkt um höhere Mieten bemühen werden. Mieterhöhungen führen aber in der Regel auch zu vermehrten Beitritten zu den örtlichen Mietervereinen. Für die Bundestagswahl werden wir Prüfsteine formulieren und den kandidierenden Parteien zur Beantwortung überlassen. Die Ergebnisse werden sowohl im Internet wie auch in unserer Mitgliederzeitung (MieterZeitung) veröffentlicht. Damit schaffen wir eine Entscheidungsgrundlage für die Mitglieder unseres Verbandes. Auch durch die vor zwei Jahren eingesetzte Zukunftskommission glauben wir, dass wir gut aufgestellt sind und dass wir auch in den nächsten Jahren, wie in der Zeit zuvor, wesentliche Mitgliederverluste vermeiden, vielleicht sogar leichte Mitgliederzugewinne verbuchen können. Wirtschaftlich steht unser Verband auf sicheren Füßen und hätte auch genügend Reserven, um nicht erwartete Krisen meistern zu können."
Bettina Muermann, Geschäftsführerin, Deutscher Verband der Aromenindustrie e. V.
"Zu den besonderen Herausforderungen des Verbandes gehört die Verfolgung globaler Entwicklungen, die für die Verbandsmitglieder von Interesse sind. Das weltweit wachsende Informationsangebot wird genutzt.
Die aktuelle Finanzkrise wird mit Sorge beobachtet. Direkte Auswirkungen werden gegenwärtig nicht gesehen.
Die Aromenindustrie stellt Erzeugnisse von hoher Qualität her. Die Nachfrage ist relativ stabil. Nachfragelastizität hat untergeordnete Bedeutung.
Die Situation des Verbandes ist stabil. Für 2009 werden hinsichtlich der Mitgliedschaftsentwicklung keine wesentlichen Veränderungen erwartet. Das Wahljahr 2009 berührt den Verband nicht direkt.
Das aktuelle Dienstleistungspaket wird nicht von dem der Vergangenheit abweichen. Mit Bezug auf die vorhandene personelle Expertise ist der Verband hinsichtlich der vor ihm liegenden Aufgaben gut gerüstet. Der Verbandsservice lässt sich mittelfristig ausweiten."
Thomas Hailer, Geschäftsführer, Deutsches Verkehrsforum e.V.
"Eine Wirtschaftskrise von so gravierendem Ausmaß wirkt sich natürlich auch auf Wirtschaftsvereinigungen wie das Deutsche Verkehrsforum aus. Daher müssen gerade in solchen Zeiten Verbände ihre Arbeit und den Nutzen für ihre Mitglieder noch deutlicher herausstellen und zeigen, dass eine schlagkräftige Interessenvertretung für die Wirtschaft sehr von großer Bedeutung ist. Für uns ist es deshalb wichtig, insbesondere im Wahljahr 2009, die Interessen unserer Mitglieder gegenüber der Politik in Berlin und Brüssel mit Nachdruck zu vertreten. Vor dem Hintergrund der beginnenden Rezession müssen wir aufzeigen, dass ein rascher Weg des Exportweltmeisters Deutschland aus der Krise entscheidend von seiner hoch entwickelten Verkehrsinfrastruktur sowie effizienter Logistik und Transportsysteme abhängt. Daher fordern wir, v.a. im Hinblick auf die anstehenden Wahlen in Deutschland und Europa, weiterhin verstärkte Investitionen in Verkehrsinfrastruktur und die Schaffung fairer Rahmenbedingungen für die Mobilitätsbranche, um die Wirtschaftskrise möglichst schnell und glimpflich zu überwinden. Das Deutsche Verkehrsforum wird sich dafür 2009 beharrlich und sachlich als Anwalt für Mobilität einsetzen."
Bernd R. Schmidt, Hauptgeschäftsführer, Freie Heilpraktiker e.V.
"Für 2009 erwarten wir die Stabilisierung unserer Mitgliederzahl und eine leichte Steigerung derselben. Als Herausforderungen sehen wir für 2009 das weitere Durchsetzen der Naturheilweisen und damit auch die besondere Leistungsfähigkeit der Heilpraktiker als Sachwalter derselben. Des Weiteren die Sicherung der Freien Berufe, wozu die Heilpraktiker gehören mit deren individuellen therapeutischen Möglichkeiten. Konsequenzen können je nach Entwicklung für die Praxen entstehen, wenn das Geld knapper werden sollte, da die Mehrheit der Patienten Heilpraktikerkosten selbst zahlen müssen. Zur Zeit sind Auswirkungen noch nicht erkennbar, aber eben nicht ausgeschlossen. Für das Wahljahr 2009 werden keine besonderen Vorbereitungen getroffen. Wir werden im Einzelfall unsren Berufsstand betreffende Fragen ansprechen. Wir sind für die uns vorliegenden Aufgaben gerüstet."
Mirco Hecker, Public Relations, Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA
"Verbände sind Marken. Sie definieren sich auch über einen emotionalen Mehrwert für ihre Mitglieder. In wirtschaftlich schwachen Zeiten tritt allerdings häufiger die Frage nach dem direkten finanziellen Nutzen einer Verbandsmitgliedschaft in den Vordergrund. 2009 geht es also darum, vor allem die Soft-Facts einer Verbandsmitgliedschaft zu unterstreichen. Nur wenn sich die Mitglieder in Ihrem Verband zu Hause fühlen, werden sie ihm treu bleiben. In der Erfüllung des Anspruchs "Gute Kommunikation treibt die Wirtschaft - Wir setzen die Standards" steckt für den GWA der Treibsatz für verbandliche Verbesserung. Diesem Grundsatz bleiben wir treu, unabhängig von Krisen."
Haakon Herbst, Geschäftsführender Vorstand, HSMA Deutschland e.V. Hospitality Sales & Marketing Association
"Die HSMA sieht 2009 als DAS Jahr ihrer jüngeren Geschichte an! Der Verband erhält zur Zeit ein komplett neues, zeit- und marktgerechtes Gewand. Unter dem Arbeitstitel HSMA 3.0 reload wird das gesamte CD und große Teile des beeinflussbaren CIs nun endlich in das neue Jahrtausend geführt. Die Herausforderungen des Verbandes liegen darin nicht nur mit unserer sehr innovativen Branche Schritt zu halten, sondern dieser sogar voranzuschreiten und Maßstäbe zu setzen. Eine Krise ist unseres Erachtens nach immer das ,Beste' was einem Verband (unter egoistischen Aspekten) passieren kann - denn in wirtschaftlich angespannten Zeiten, rücken die Mitglieder wieder enger zusammen und das naturgemäß unter dem Verbandsdach! Wenn es auch eine politische Affinität unseres Verbandes gibt, so spielt diese jedoch keinerlei Rolle in der Verbandspolitik. Gegebenenfalls werden wir erstmals aufklären welche Partei - unter Branchenaspekten - welche Position bezieht! Wir sind bereit - das Jahr 2009 kann kommen!"
Sven Johns, Bundesgeschäftsführer, Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.
"Das Jahr 2009 hält besondere Anforderungen an den Immobilienverband IVD bereit. Ein wichtiges Gesetzvorhaben wird mit der ImmowertV für die Bewertung von Immobilien auf den Weg gebracht. Im Vorfeld der Bundestagswahl geht es für den IVD und seine Partnerverbände darum, gemeinschaftlich die Anliegen der Branche zu formulieren. Aus unserer Sicht darf bei den vielen Ideen zu einem Konjunkturpaket auch der private Wohnungsbau und die Eigentumsbildung in Deutschland nicht unberücksichtigt bleiben. Die konjunkturellen Impulse wären enorm. Wir hatten im Jahr einen Aufwärtstrend bei den Mitgliederzahlen und wollen diesen in 2009 fortsetzen, was enorme Anstrengungen der sieben Regionalverbände und des Bundesverbandes erfordert."
RA Werner Stolz, Bundesgeschäftsführer, Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen - iGZ e.V.
"Wir sind in der glücklichen Lage, eine starke Branche zu vertreten, die in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Position einnimmt und durch unsere Verbandsarbeit einen bedeutenden Stellenwert in Politik und Gesellschaft hat. Die Konsequenzen der Finanzkrise haben in Form von Kündigungen oder Betriebsschließungen auch nicht vor der Zeitarbeit halt gemacht. Für die Mitgliederzahlen des iGZ bedeutet das aber keinen Einbruch, da sich unsere Mitglieder gerade in Zeiten verschärfter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf unsere Dienstleistungen verlassen. Die Herausforderung unserer Verbandsarbeit liegt darin, unseren Mitgliedern in jeder Situation eine kompetente Beratung zu bieten. Für unsere politische Arbeit vor der Bundestagswahl haben wir konkrete Wahlprüfsteine aufgestellt, für deren Forderungen wir uns mit aller Kraft einsetzen. Wir sehen uns als Reformmotor der Zeitarbeitsbranche und verfolgen konsequent den optimalen Service für unsere Mitglieder."
Andreas Hesener, Katholische Familienheimbewegung e.V.
"Wir erwarten eine ähnlich positive Mitgliederentwicklung wie in 2008. Als Herausforderung machen wir eine stärkere Einbindung der ehrenamtlich tätigen Mitglieder in die Verbandsarbeit und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit aus. Auswirkungen der Finanzkrise auf unseren Verband sind zur Zeit nicht erkennbar und nicht erwartbar. Für die Bundestags- und anderen Wahlen behalten wir uns gegebenenfalls Reaktionen auf Wahlkampfaussagen vor. Grundsätrzlich halten wir unseren Verband für die vor ihm liegenden Herausforderungen gut gerüstet."
Claudia Pfeiffer, Geschäftsführerin, Kommunaler Arbeitgeberverband e.V. Berlin (KAV Berlin)
"Der KAV Berlin ist die Interessensvertretung der öffentlichen Arbeitgeber in Berlin. 2009 hat für uns eine ganz besondere Bedeutung, denn wir feiern unser 10-jähriges Jubiläum und können dabei auf eine rundum positive Entwicklung zurückblicken. Ziel unserer Verbandsarbeit ist es, dass unsere Mitglieder gern bei uns Mitglied sind und dass der Verband stets im Interesse der Mitglieder handelt. Wenn uns das auch 2009 wieder gelingt, war das Jahr erfolgreich."
Jürgen Querbach, Geschäftsführer, Landesverband Nordrhein-Westfalen der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.
"Erstmalig müssen wir mit und unter den Bedingungen des Gesundheitsfonds leben, bei dem ebenfalls die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zu spüren sein werden. Diese knappen finanziellen Mittel werden sich auch für den Verband als Vertragspartner der Krankenkassen bemerkbar machen. Wir werden alle im Bundestag vertretenen Parteien auf Ihre Aussagen zum Bereich der Heilmittel und der Physiotherapie überprüfen und analysieren. Trotz der erneut schwierigen Situation im Gesundheitswesen sind wir gut aufgestellt, um die Herausforderungen zu bewältigen."
Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer, Unternehmerverbände Südhessen
"Die Wirtschafts- und Finanzkrise und die Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitsmarkt beschäftigen unseren Verband als regionalen Arbeitgeberverband in der Metropolregion Rhein-Main-Neckar in besonderer Form. Unser Ziel 2009 ist es, die Unternehmen bei der Sicherung von Beschäftigung tatkräftig zu unterstützen. Dies reicht von der verstärkten Nutzung der Kurzarbeit, um Auftragseinbrüche abzufangen, bis hin zu Arbeitszeitkonten und dem Einsatz sämtlicher tarifvertraglicher Instrumente.
Erfreulich ist, dass die Mitglieder auf Know-how und Wissen der Rechtsanwälte des Verbandes zurückgreifen. Eines muss uns jedoch klar sein, alle Instrumente helfen nur für eine begrenzte Zeit. Deshalb muss ihre Anwendung so einfach und attraktiv wie möglich gestaltet sein.
Die Finanzkrise wird voraussichtlich keine gravierenden Auswirkungen auf Etat und Haushaltsreserve des Verbandes zeigen. Als zertifizierter Verband haben wir rechtzeitig Vorkehrungen getroffen. Mit dem von uns seit 1996 durchgeführten Politikerbetriebspraktikum bieten wir den südhessischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten authentische Einblicke in den unternehmerischen Alltag. Im Rahmen der Landtagswahl, der Europawahl und der Bundestagswahl führen wir den Gedankenaustausch mit den Volksvertretern systematisch fort und tragen dazu bei, dass die Interessen der Mitgliedsfirmen ausreichend Gehör finden.
Wir sind für 2009 gut aufgestellt, 2008 konnten wir viele neue Firmen für die Mitgliedschaft begeistern, sodass marktbedingte Austritte überkompensiert werden können."
Dr. Elvira Krebs, Geschäftsführerin, Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE)
"Der Verband der Oecotrophologen (VDOE) hatte von der Mitgliederentwicklung her im 4. Quartal 2008 die beste Entwicklung der letzten 10 Jahre, auch der Arbeitsmarkt zeigte sich bisher unbeeinflusst. Die steigende Nachfrage nach Ernährungs- und Gesundheitsdienstleistungen wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt für Oecotrophologen aus. Für das Jahr 2009 wird auf dem Arbeitsmarkt eine etwas verhaltenere Entwicklung erwartet. Für die Verbandsentwicklung maßgeblich ist jedoch primär die Reaktion der Mitglieder auf die bereits vor 8 Monaten beschlossenen Erhöhung der Mitgliedspreise, die zum 1.1.2009 wirksam wird. Es wird eine stärkere Kündigungsrate als üblich erwartet. Dennoch bringt die Preiserhöhung einigen finanziellen Spielraum für neue Aktivitäten, die sich schon ab Mitte des Jahres niederschlagen werden. Daher wird zwar ein geringeres Wachstum als in den Vorjahren, aber dennoch eine positive Entwicklung erwartet."
RA Jan Peilnsteiner, Geschäftsführer, VDKL - Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e.V.
"Eine weiterhin wichtige Herausforderung 2009 für den VDKL und seine Mitglieder aus der Kühl- und Tiefkühlkette ist das Thema Energie und Energieeffizienz. Der vor 10 Jahren politisch beschlossene Wettbewerb auf den Energiemärkten lässt weiterhin auf sich warten. Der VDKL unterstützt daher seine Mitglieder bei dem Ausbau der unternehmenseigenen Energiekompetenz und Energieeffizienz.
Bei der Energiebeschaffung ist der VDKL mit seinem VDKL-Strompool (Volumen über 1 Mrd. kWh) bereits gut aufgestellt. Zusätzlich arbeitet der VDKL nunmehr an einem umfassenden Leitfaden für eine Verbesserung Energieeffizienz von Kühl- und Tiefkühlhäusern.
Die bestehende Rezession wird sich in der Lebensmittelbranche und damit für den VDKL grundsätzlich nicht so negativ auswirken, wie in anderen Bereichen. Der Absatz temperaturgeführter Lebensmittel verschiebt sich eher in Richtung der Discounter, als dass er insgesamt wesentlich nachlässt.
Die an Verbände gerichteten Ansprüche werden vielschichtiger und zunehmen. Für die Zukunft des VDKL gilt es daher, sich intern wie extern auf die wichtigen branchenspezifischen Themen zu konzentrieren."
Elfie Adler, FAMAB Verband Direkte Wirtschaftskommunikation e.V.
"Für 2009 erwarten die Fortsetzung der verstärkten Zusammenarbeit aller Mitgliedergruppen des Verbandes sowie eione Fortsetzung und Vestärkung der FAMAB Qualitätsoffensive. Vertärkt werden wir Lobbyarbeit gegen die sich fortsetzende Überregulierung durch den Staat auf zu vielen Gebieten betreiben und werben mit Überzeugungsarbeit durch den Verband und seine Mitglieder beim Kunden für antzyklisches Verhalten in der Kommunikationsarbeit und Werbung. Bisher sehen wir noch keine Auswirkungen der Finanzkrise und erwarten diese auch frühstens im Sommer. Gleichsam hoffen wir, daß dann die positiven Tendenzen erkennbar sind."
Michael Schwartz, Pressesprecher, Verein Deutscher Ingenieure e.V. VDI
"Der VDI wird auch 2009 nach vorne schauen. Trotz Finanzkrise sind wir zuversichtlich, ein inhaltlich und wirtschaftlich positives Jahr zu erleben. Im Wahljahr sind wir guter Hoffnung, dass auch nach den Neuwahlen ein technologiefreundliches Klima das Land prägen wird."
Wolfgang Fürstner, Hauptgeschäftsführer, VDZ - Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V.
"Als Medienverband stehen wir 2009 vor einer ganzen Reihe wichtiger Herausforderungen. Neben dem weiteren Ausbau unserer Dienstleistungen gegenüber den Mitgliedern und der Akquisition weiterer Fach- und Publikumsverlage wird der VDZ konsequent die Profilierung als großer moderner Branchenverband vorantreiben. Dazu zählt auch die intensive Vernetzung mit unseren Landesverbänden. Die 2008 an den VDZ vergebene DQS-Zertifizierung unterstreicht den Anspruch des Verbands, stetig Transparenz und Effizienz der Verbandsarbeit nach innen und nach außen weiterzuentwickeln. Ein handlungsfähiger Zentralverband ist unerlässlich, um die zunehmenden Eingriffe des Staates in die wirtschaftlichen und ideellen Belange der Presse abzuwehren wie die Beispiele Bundesdatenschutzgesetz, BKA-Gesetz, die Vorratsdatenspeicherung und immer weitergehende Werbeverbote belegen. Nur mit größten Anstrengungen des Verbands konnten hier Planspiele der Bundesregierung entschärft oder gestoppt werden. Auch 2009 gilt es, die regulativen Bedrohungen für die Entwicklungsperspektiven der Presse abzuwehren. Hier sehen wir uns als Verband nachhaltig gefordert. Es gilt, Rahmenbedingungen zu schaffen und zu sichern, um den Verlagen tragfähige Perspektiven für Wachstum zu ermöglichen."
Hannelore König und Ingrid Gerlach, Geschäftsführender Vorstand, Verband medizinischer Fachberufe e.V.
"Die veränderte Finanzierung im Gesundheitswesen (Honorarreform und Gesundheitsfonds) und deren Auswirkungen auf die Situation unserer Mitglieder werden uns im kommenden Jahr intensiv beschäftigen.
Gleichzeitig sehen wir die verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit als eine wichtige Aufgabe, um die Position unserer Berufe innerhalb der Gesundheitsberufe zu festigen. Professionenmix heißt der vom Sachverständigenrat dazu geprägte Begriff. Benötigt werden patientenbezogene Arbeits- und Denkweisen im interprofessionellen Team und die Überwindung der gewachsenen und etablierten Abgrenzungen. Angesetzt werden muss dabei bereits während der Ausbildung in den Gesundheitsberufen, um - anders als zurzeit - adäquat auf die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen vorzubereiten. Unsere Antwort darauf sind vier bundesweite Azubi-Tage, die wir in diesem Jahr erstmalig im Februar, März und April in Hannover, Augsburg, Dortmund und Berlin anbieten. Ein weiterer Höhepunkt ist der erste interdisziplinäre Bundeskongress, der vom 18. bis 20. September in Hannover stattfindet.
Verbandsintern setzen wir die Nachwuchsförderung in den eigenen Reihen und die Gebietsreform als Schwerpunkte, um unsere Verbandsaufgaben auch künftig kontinuierlich und effizient zu erfüllen. Alles in allem stehen damit große Herausforderungen an, für die wir uns allerdings gut gerüstet sehen."
Dr. Christoph Münzer, Hauptgeschäftsführer, Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen in Baden e.V.
"In der derzeitig schwierigen wirtschaftlichen Situation wird die Nachfrage nach qualifizierten Beratungs-, Schulungs- und vor allem Netzwerkleistungen steigen. Es geht um professionellen Service, es geht noch mehr um tatkräftiges Mitfühlen. In der Krise kann man treue Freunde gewinnen."
Wir danken allen Teilnehmern für ihre Statements!