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DGVM-Jahrestrends 2021 : "Corona-Learnings" der Verbände

Wenn alle nur wollen, geht vieles einfacher und schneller. Wir müssen daher alte Strukturen aufbrechen und neue, effizientere Wege beschreiten. Gemeinsam können wir viel erreichen, und die schnelle Kommunikation erleichtert vieles. Viele Termine werden künftig mittels Viko erledigt werden können, das gemeinsame Bier, Gespräche mit Augenkontakt und Händeschütteln wird es dennoch hoffentlich bald wieder geben.
Daniel Schneider, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks
Wichtig ist, einfach mal zu machen. Gerade bei den neuen Onlineformaten muss nicht alles von Anfang an perfekt sein. Was allerdings nicht geht, ist, einfach das Präsenzformat ins Netz zu übertragen. Online-Angebote müssen selbstständig und neu gedacht werden - wir haben dafür gutes Feedback bekommen. Corona hin oder her, viele Elemente werden wir dauerhaft behalten.
Susanne Müller, Bundesverband MVZ e.V.
Lobbying und Verbandsarbeit muss Meantime- und Post-Covid völlig neu gedacht werden. Alte Krusten und Pfründe brechen auf, es ist die Stunde der kleinen Verbände und des ehrenamtlichen Engagements. Wobei dieses Verbandsbeben schon früher anfing, wie in vielen Bereichen war Corona lediglich Brandbeschleuniger. Als kleiner Verband haben wir eindeutig von dezentralen Strukturen, kurzen Meldeketten und direkten Zugängen profitiert.
Dr. Johannes R. Gerstner, Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft
Unsere digitalen Angebote bei Veranstaltungen und Schulungen haben in der Breite einen Durchbruch erlebt. Wir haben unser Angebot der wachsenden Nachfrage angepasst. Allein unsere PraxisForen haben wir 127 Mal digital durchgeführt und dabei 2.324 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt. Absoluter Rekord. Diese "Demokratisierung" unserer Verbandsleistungen in der Fläche, wir sind in sieben Bundesländern aktiv, werden wir weiter vertiefen.
Volker Tschirch, AGA Unternehmensverband
"Es geht vieles digital, gemeinsam Bergsteigen aber nicht!" Mobile oder Homeoffice sind inzwischen mehr als Schlagworte mit einem Anwurf der Moderne. Wir haben unseren vorpandemischen Ansatz des mobilen Arbeitens von zuhause und unterwegs auf unsere Gremien und die gesamte Servicestelle übertragen und sind damit erfolgreich wie glücklich. Ebenso haben wir gelernt, digitale Veranstaltungsformate zu entwickeln, die wir sofort umsetzen konnten.
Andreas Mohr, Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins e.V.
Die notwendig gewordene Digitalisierung der Verbandarbeit führt zu Zeit- und Kosteneinsparungen. Fast alle Gremiensitzungen bis hin zur Jahresmitgliederversammlung fanden und finden digital statt. Das gilt auch für Tarifverhandlungen. Vor einem Jahr noch völlig undenkbar. Es fehlt natürlich der persönliche Austausch am Rande von Mitgliederversammlungen und auch Messen. Die Verbandsarbeit der Zukunft wird noch vielfältiger als sie es bisher schon war. Präsenz- und virtuelle Veranstaltungen werden sich abwechseln.
Dr. Harald Olschok, BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft
Wir haben in recht kurzer Zeit digitales Know-how aufgebaut. Auch im Umfeld der Buchmesse Frankfurt, die wegen der Pandemie in den digitalen Raum verlagert wurde, sind wir neue Wege gegangen, um auf unseren Berufsstand aufmerksam zu machen, indem wir Interviews beispielsweise mit Autoren aufgezeichnet und in YouTube publiziert haben. Allgemein gesprochen stehen diese Beispiele dafür, wie Krisenzeiten Impulse für Innovationen setzen. Und sie stehen dafür, dass sich die Offenheit für solche Impulse, gepaart mit einem optimistischen Blick in die Zukunft, auszahlt.
Melanie Willmann, Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren e. V. (VFLL)
Wir haben im März 2020 einen Krisenstab gegründet, der verschiedene Perspektiven und Kompetenzen des von uns vertretenen Berufsstands aus dem Gesundheitswesen repräsentiert hat. Wir konnten so schnell auf alle Bedarfe auch politisch reagieren und haben so ein konsistentes, kompetentes Vorgehen sichergestellt. Diese Erfahrung wird bleiben und die weitere Zusammenarbeit im Verband prägen. Aber mehr persönlicher, nicht nur digitaler Austausch ist uns allen zu wünschen.
Dirk Günther, Deutscher Hebammenverband e.V.
Die Bemühungen der vergangenen Jahre, die verbandsinterne Kommunikation zu digitalisieren, haben in der Corona-Pandemie Früchte getragen. Überrascht hat uns dennoch, wie schnell und reibungslos während der Pandemie die Umstellung der Gremiensitzungen auf Online- oder Hybridformate funktioniert hat. Diese Formate werden sicherlich auch in Zukunft fortbestehen. Wir haben allerdings auch festgestellt, dass reine Online-Formate den direkten Austausch am Rande einer Präsenzsitzung nicht ersetzen können.
Alexander Wiech, Haus & Grund Deutschland
Alte "verstaubte" Angebote - z.B. Erfa-Gruppen - sind digital neu aufgestellt auf großes Interesse gestossen und haben Mitgliederkreise erreicht, die zuvor keinerlei Interesse daran hatten. Die Zukunft wird ein Mix aus virtuellen und persönlichen Angeboten werden - wobei bei persönlichen Angeboten ein echter Mehrwert des persönlichen Kontaktes erkennbar sein muss.
Eckhard Döpfer, Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb CDH e.V.
DER positive Effekt der Corona-Krise ist unlängst die enge Bindung und der Zusammenhalt der im Verband zusammengeschlossenen Unternehmen. Gerade in dieser Zeit, in der wir rund um die Uhr und mit ganzer Kraft gefordert sind, erfahren wir starken Zuspruch, der unseren Verband stärkt. Das wiederum trägt zu unserer politischen und gesellschaftlichen Wirkkraft im Sinne der Branche bei.
Julius Wagner, Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen
Unsere digitalen Angebote zur Information und zum Austausch, die wir sehr schnell bereits im April letzten Jahres an den Start gebracht haben, wurden sehr gut angenommen. Wir konnten den Austausch mit unseren Mitgliedern sogar intensivieren. Digitale Treffen sind kein Ersatz für persönliche Gespräche, aber sie haben uns geholfen, in der Pandemie einen engen Draht zu unserer Branche zu halten.
Dr. Sabine Eichner, Deutsches Tiefkühlinstitut
Wir hatten das Glück uns bereits Ende 2019 komplett digital und mobil aufgestellt zu haben, so dass die Corona-Pandemie keinen großen Einfluss auf unsere Arbeit hatte. Natürlich haben persönliche Kontakte auf Messen und Kongressen gefehlt, aber wir sind zuversichtlich diese in den nächsten Jahren wieder durchzuführen. Eine Rückkehr auf die "tradierte" Arbeitsweise von Verbänden vor Corona sehen wir nicht, sondern einen weiteren Evolutionsschritt durch die Digitalisierung, die natürlich auch die Mitglieder und die Arbeit in den ehrenamtlichen Gremien professionalisiert und die Beteiligten mehr fordert.
Volker Meyer, Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. figawa
Aus der Corona-Pandemie haben wir vor allem gelernt, dass Digitalisierung funktioniert. Und zwar ganz ohne Angst und Vorbehalte, indem man Projekte einfach umsetzt. Wir haben im letzten Jahr die Flexibilität in der Geschäftsstelle unglaublich erhöht und sind dadurch viel effektiver. Die Mitgliedszahlen sind weiter deutlich gestiegen und haben zu einem weiteren Verbandswachstum geführt.
Michael Stechert, Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V

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Verband & Tagung: Wo tagen, wenn es wieder los geht?

 

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